Die Kraft des Vision Boards - und warum Begleitung den Unterschied macht
- Barbara Pramböck
- 29. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Gerade sind die Rauhnächte. Eine Zeit des Innehaltens, des Lauschens, des Empfangens. Keine Zeit des Tuns, sondern des Sich-Öffnens. Für das, was sich zeigen will. Für Wünsche, Träume und leise Visionen, die im kommenden Jahr gelebt werden möchten.
Viele von uns spüren in diesen Tagen besonders deutlich: Da ist etwas in mir, das gehört werden will. Aber oft fehlt im Alltag genau das, was es dafür braucht – Zeit, Ruhe und einen geschützten Raum.
Rituale wie Räuchern, Kerzen anzünden, Meditation oder intuitives Schreiben können helfen, wieder in Kontakt mit der eigenen inneren Stimme zu kommen. Ebenso eine ehrliche Rückschau auf das vergangene Jahr:
Was war nährend?
Was hat Kraft gekostet?
Was darf gehen – und was soll bleiben?
Diese Form der Rückschau ist tief in unserer Kultur verankert. Jahresrückblicke, Orakel, Bleigießen (heute Zinn- oder Wachsgießen) – all das zeigt: Der Jahreswechsel lädt uns seit jeher dazu ein, bewusst innezuhalten.
Vision Boards – mehr als schöne Collagen
Noch relativ jung ist die Praxis, zum Jahresbeginn ein Vision Board zu gestalten. Ein Board, das nicht nur Ziele abbildet, sondern das, worauf wir uns innerlich ausrichten wollen. Denn: Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Ein Vision Board ist eine Collage aus Bildern, Farben, Worten und Symbolen, die unsere Wünsche und inneren Bewegungen sichtbar macht. Und doch zeigt meine eigene Erfahrung sehr klar:👉 Ein Vision Board ist nur so kraftvoll wie der Prozess, der ihm vorausgeht.
Meine eigene Reise mit Vision Boards
Ich habe diese Methode vor etwa fünf Jahren kennengelernt. Damals hat mich das Ganze noch nicht so richtig abgeholt. Die Vorbereitung war recht kurz, vieles lief über den Kopf, obwohl es durchaus intuitiv angelegt war. Die Dinge auf diesem Board haben sich nicht wirklich manifestiert.
Und trotzdem: Etwas hatte sich in Bewegung gesetzt.
Ein Jahr später, zum Jahreswechsel 2021/2022, lernte ich von Kaja Andrea Otto eine andere Herangehensweise kennen: die Soulmap, eine Art Seelenlandkarte. Der Fokus lag nicht auf konkreten Zielen, sondern auf Werten. Die Vorbereitung war intensiv – und genau das machte den Unterschied.
Die zentrale Vision dieses Boards war: mein inneres Strahlen, mein inneres Licht wiederzufinden.
Darin lagen Leichtigkeit, Freude, Liebe, Verbundenheit, Vertrauen. Und das Bedürfnis, wieder ganz ich selbst zu sein. Denn davor hatte sich dieses innere Licht oft gedämpft angefühlt – nicht schlimm, nicht dramatisch, aber auch nicht wirklich lebendig.
Dieses Vision Board wurde zu einem inneren Kompass. Und der Weg, der folgte – inklusive meiner Ausbildung zur psychosozialen Beraterin – hat mich dieser Vision Schritt für Schritt nähergebracht.

In den Jahren danach habe ich jedes Jahr ein Vision Board gestaltet. 2023 zum Beispiel tauchten viele Pferde auf. Sie standen für Freiheit und Leichtigkeit – und plötzlich waren echte Pferde Teil meines Lebens. Manchmal wirken Vision Boards auf überraschende Weise 😉

2024 war mein Board sehr voll, sehr dicht. Es hat mich folgerichtig sogar durch zwei Jahre des Abschließens und Fokussierens begleitet.

2025 hingegen habe ich Abkürzungen gemacht: wenig Vorbereitung, viele Worte, wenig Bilder. Und obwohl sich einiges erfüllt hat, fehlte mir die echte Verbindung.

Und genau hier liegt für mich die wichtigste Erkenntnis:
Warum Begleitung so entscheidend ist
Ja, natürlich kannst du ein Vision Board auch alleine machen. Viele tun das – und das ist grundsätzlich wertvoll.
Aber die tiefe Wirksamkeit entsteht oft erst dort, wo:
jemand den Raum hält
der Prozess bewusst aufgebaut ist
genug Zeit da ist, um aus dem Kopf ins Spüren zu kommen
nichts „schnell schnell“ erledigt werden muss
In einem begleiteten Kreis geschieht etwas Besonderes: Wir wachsen über uns hinaus – und kommen gleichzeitig tiefer bei uns an. Durch die Energie der Gruppe. Durch das Teilen. Durch das gemeinsame Innehalten.
Das eigentliche Vision Board – die Collage – ist dann oft nur mehr das sichtbare Ergebnis eines viel tieferen inneren Prozesses. Wichtiger sind:
das Loslassen alter Themen
die Verbindung mit der eigenen inneren Weisheit
das Herausarbeiten der zentralen Werte
das bewusste Spüren dessen, was wirklich stimmig ist
Und ja: Bilder wirken tiefer als Worte. Das durfte ich selbst erst heuer wieder lernen.
Mein nächster Frauenkreis & Workshop "Mein Vision Board 2026"
2026 lasse ich mich wieder begleiten. Und genau diese Erfahrung – aus beiden Perspektiven – fließt in meinen nächsten Workshop ein.
🗓 18. Jänner 2026
📍 in einem geschützten, liebevoll gehaltenen Rahmen
Dieser Workshop ist für dich, wenn du:
dir Zeit für dich und dein inneres Ausrichten nehmen möchtest
nicht nur „Ziele“, sondern Werte und innere Klarheit suchst
dein Vision Board aus der Tiefe heraus gestalten willst
dir Begleitung, Struktur und einen sicheren Raum wünschst
Du musst nichts „können“. Du musst nichts „wissen“. Du darfst einfach kommen – und lauschen.
Die zentrale Vision für mich selbst für 2026 ist inzwischen klar: Mein Licht in die Welt tragen. Vielleicht ist es an der Zeit, auch deines bewusster sichtbar zu machen.
✨ Sei dabei am 18. Jänner 2026.
Ich freue mich auf dich.




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