top of page

Mit meinen Wurzeln verbunden – die wichtigsten Fragen zu meinem Online-Frauenkreis & Workshop

Autorenbild: Barbara Pramböck
Barbara Pramböck
vor 4 Stunden
8 Min. Lesezeit

Was passiert eigentlich bei einem Frauenkreis mit Genogrammarbeit? Muss ich spirituell sein? Was, wenn ich kaum etwas über meine Familie weiß? Und warum dauert das Ganze vier Stunden?


Ende November lade ich zu einem besonderen Online-Frauenkreis ein: „Mit meinen Wurzeln verbunden“. Wir beschäftigen uns mit unserer Familiengeschichte, den Menschen, die vor uns waren, und der Frage, wie wir aus unseren Wurzeln Kraft schöpfen können.


Dabei verbinde ich zwei Ansätze, die mir besonders am Herzen liegen: die systemische Genogrammarbeit und die Arbeit mit inneren Bildern, Ritualen und der ECHO®-Methode.

Vielleicht spricht dich das Thema an, aber du bist noch unsicher, ob diese Veranstaltung wirklich etwas für dich ist. Deshalb möchte ich hier einige Fragen beantworten, die mir im Vorfeld wichtig erscheinen.


1. Warum heißt die Veranstaltung „Frauenkreis & Workshop“?


Weil sie tatsächlich beides ist!


Ein Frauenkreis ist für mich ein Raum, in dem Frauen einander auf Augenhöhe begegnen können. Ein Raum, in dem wir nicht funktionieren, nichts leisten und niemandem etwas beweisen müssen. In dem Gefühle, Gedanken und persönliche Erfahrungen Platz haben dürfen – ohne Bewertung, ohne ungefragte Ratschläge und ohne den Anspruch, für alles eine Lösung finden zu müssen.


Wir nehmen uns Zeit, um bewusst anzukommen, eine persönliche Intention für den Nachmittag zu setzen und uns auf das Thema einzustimmen. Rituale, Meditationen beziehungsweise geführte innere Reisen und das Teilen im Kreis gehören ebenso dazu wie achtsames Zuhören.


Was mir dabei besonders wichtig ist: Alles kann, nichts muss. Niemand ist verpflichtet, etwas Persönliches zu erzählen oder bei jeder Übung mitzumachen.


In meinem Blogbeitrag „Wozu Frauenkreise? Und: Was ist das überhaupt?“ beschreibe ich ausführlicher, was Frauenkreise für mich so besonders macht. Ich nenne sie gerne „Wellness für die Seele“.


Gleichzeitig hat dieser Nachmittag einen ausgeprägten Workshop-Charakter.


Du lernst, was ein Genogramm ist, wie es aufgebaut wird und wie du selbst eines erstellen kannst. Dafür bekommst du eine Einführung und ausreichend Zeit, um dich mit deiner eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen.


Du bist also nicht nur Zuhörerin, sondern arbeitest aktiv mit deiner Geschichte. Und du nimmst am Ende etwas ganz Konkretes mit: dein selbst erstelltes Basisgenogramm und vielleicht einige neue Perspektiven auf deine familiären Wurzeln.


2. Warum dauert der Workshop vier Stunden?


Vier Stunden können auf den ersten Blick nach sehr viel Zeit klingen – besonders für eine Online-Veranstaltung.


Tatsächlich brauchen wir diese Zeit, weil wir nicht nur über Ahnenverbindung sprechen, sondern sie auf unterschiedliche Weise erkunden und erleben möchten.


Wir beginnen mit einem bewussten Ankommen im Frauenkreis. Dazu gehören unter anderem das Anzünden einer Kerze, eine kurze Vorstellungsrunde, das Setzen einer persönlichen Intention und das Ziehen einer Orakelkarte als Reflexionsimpuls.


Anschließend beschäftigen wir uns damit, warum es bereichernd sein kann, sich mit den eigenen Ahnen auseinanderzusetzen. In einer ersten geführten inneren Reise begegnen wir einem symbolischen Ahnenguide – einer stärkenden inneren Begleitfigur, die uns bei der Beschäftigung mit unserer Familiengeschichte unterstützen kann.


Das Herzstück des Nachmittags ist die Genogrammarbeit.


Nach einer Einführung hast du etwa 45–60 Minuten Zeit, dein eigenes Basisgenogramm zu erstellen. Du arbeitest dabei selbstständig, ich bin aber jederzeit für Fragen und Unterstützung da.


Anschließend geht es in Zweiergruppen in eigene Zoom-Räume. Dort könnt ihr eure Genogramme miteinander betrachten und euch darüber austauschen.


Gerade dieser Austausch kann spannend sein: Während wir selbst bestimmte Dinge in unserer Familie vielleicht für völlig selbstverständlich halten, fallen einer anderen Person möglicherweise Zusammenhänge oder wiederkehrende Muster auf, die wir bisher übersehen haben.


Nach einer Pause kommen wir wieder im großen Kreis zusammen. Wer möchte, kann erzählen, wie die Genogrammarbeit erlebt wurde und welche Gedanken oder Erkenntnisse dabei entstanden sind.


Danach vertiefen wir die Verbindung mit unserer Familiengeschichte durch eine weitere geführte innere Reise mit Elementen der ECHO®-Methode. Dabei wenden wir uns auch dem Bild der sogenannten friedlosen Ahnen zu.


Zum Abschluss beschäftigen wir uns damit, wie wir Ahnenverbindung im Alltag leben können, und nehmen uns Zeit für die Frage: Was nehme ich aus diesem Nachmittag für mich mit?


Du siehst: Die vier Stunden sind keine vier Stunden Frontalvortrag. Es wechseln sich angeleitete Übungen, selbstständige Arbeit, Austausch, innere Reisen und Momente der Ruhe ab. Eine Pause ist selbstverständlich ebenfalls eingeplant.


3. Was ist, wenn ich nur sehr wenig über meine Familie weiß?


Dann bist du genauso willkommen!


Viele Menschen wissen erstaunlich wenig über ihre Familiengeschichte. Vielleicht kennst du nur die Namen deiner Großeltern, vielleicht fehlen ganze Familienzweige. Vielleicht wurde über bestimmte Menschen oder Ereignisse nie gesprochen.


Auch ein Genogramm mit vielen Leerstellen kann aufschlussreich sein.


Denn ein Genogramm zeigt nicht nur, was wir wissen, sondern auch, was wir nicht wissen.

Welche Menschen sind in meiner Familiengeschichte präsent? Über wen wurde viel gesprochen, über wen kaum? Wo fehlen Informationen? Und was bedeutet es für mich, dass ich bestimmte Teile meiner Geschichte nicht kenne?


Natürlich kann es sein, dass du mit dem Grundgerüst deines Genogramms schneller fertig bist als jemand, der sehr viele Informationen mitbringt. Dafür kannst du dich intensiver mit Beziehungen, Gefühlen, Familiengeschichten und den Fragen beschäftigen, die sich aus deinem Genogramm ergeben.


Es geht nicht darum, möglichst viele Generationen vollständig zu dokumentieren. Es geht darum, mit dem zu arbeiten, was da ist. Und für die ECHO®-Methode benötigst du gar keine Informationen über deine Vorfahren, da wir hier nur mit inneren Bildern, Körperwahrnehmungen und Emotionen arbeiten.


4. Kann ich auch teilnehmen, wenn ich adoptiert bin?


Ja, selbstverständlich.


Gerade bei Adoptionen können Genogramme besonders interessante Perspektiven eröffnen, weil es oft mehr als ein Familiensystem gibt, das für die eigene Geschichte bedeutsam ist.


Da ist möglicherweise die biologische Familie, aus der du stammst, und die Adoptivfamilie, in der du aufgewachsen bist. Vielleicht gibt es außerdem Pflegefamilien, Stiefeltern oder andere wichtige Bezugspersonen.


All diese Beziehungen dürfen im Genogramm sichtbar werden.


Es kann dadurch etwas komplexer werden, aber gleichzeitig entstehen zusätzliche Möglichkeiten, die eigene Geschichte zu betrachten.


Auch die ECHO®-Methode arbeitet mit inneren Bildern von Vorfahren und familiären Verbindungen. Dafür musst du deine biologischen Vorfahren nicht persönlich kennen. In der Imagination kannst du dich auch unbekannten Ahnen zuwenden.


Wichtig ist dabei: Es geht um eine innere Erfahrung und nicht darum, unbekannte biografische Fakten herauszufinden.


5. Was ist eigentlich die ECHO®-Methode?


Die ECHO®-Methode wurde von Kaja Andrea Otto entwickelt und verbindet Elemente der transgenerationalen Arbeit mit Imagination, Körperwahrnehmung und innerer Prozessarbeit.


ECHO steht für die Echos der Vergangenheit.


Der Grundgedanke ist, basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Epigenetik und der transgenerationalen Arbeit, dass nicht nur unsere eigenen Erfahrungen, sondern auch die Geschichten und Prägungen früherer Generationen Einfluss darauf haben können, wie wir heute fühlen, denken und handeln.


Vielleicht kennst du bestimmte Ängste, Glaubenssätze oder Verhaltensmuster aus deiner Familie. Vielleicht bemerkst du, dass sich Themen über mehrere Generationen wiederholen.

Die ECHO®-Methode bietet einen Zugang, solchen Themen nicht ausschließlich über das Nachdenken und Verstehen zu begegnen, sondern auch über innere Bilder und Körperempfindungen.


Ein wichtiger Bestandteil ist die Unterscheidung zwischen friedvollen und friedlosen Ahnen.

Friedvolle Ahnen stehen in diesem Modell für Vorfahren, die mit ihrer Geschichte in Frieden sind und als stärkende Ressourcen erlebt werden können.


Friedlose Ahnen symbolisieren dagegen Erfahrungen, Konflikte oder Belastungen, die noch nicht zur Ruhe gekommen sind und möglicherweise in späteren Generationen nachwirken.

In einer angeleiteten Imagination können wir uns diesen Bildern zuwenden, erkunden, was sie in uns auslösen und welche neuen Perspektiven dadurch entstehen und sie in Frieden bringen.


Diese Begriffe sind Teil des ECHO®-Modells und können sowohl symbolisch-psychologisch als auch spirituell verstanden werden.


Beim Frauenkreis lernst du ausgewählte Elemente dieser Methode kennen. Eine individuelle ECHO®-Einzelsession ersetzt das Gruppenformat nicht.


Mehr zur Methode findest du auf meiner Seite zur transgenerationalen Arbeit sowie auf der Website der ECHO®-Methode.


6. Muss ich spirituell sein, um teilzunehmen?


Nein. Du musst weder spirituell sein noch an eine tatsächliche Verbindung mit Verstorbenen glauben.


Allerdings wird sich dieser Nachmittag vermutlich anders anfühlen als ein klassischer Workshop.


Wir zünden Kerzen an, setzen Intentionen, ziehen Orakelkarten und arbeiten mit Ritualen und geführten inneren Reisen.


Diese Elemente schaffen einen bewussten Rahmen, in dem wir aus dem Alltag heraustreten und uns Zeit für uns selbst und unsere Familiengeschichte nehmen können.


Du kannst eine Orakelkarte beispielsweise als Anregung zur Selbstreflexion betrachten. Einen Ahnenguide als Symbol für innere Weisheit, Sicherheit oder Unterstützung. Und einen Ahnenaltar als liebevoll gestalteten Erinnerungsort für Menschen, die vor uns gelebt haben.


Vielleicht haben diese Dinge für dich aber auch eine spirituelle Bedeutung.


Beide Zugänge dürfen nebeneinander bestehen.


Mir ist wichtig, dass du deine eigenen Erfahrungen machen und selbst entscheiden kannst, welche Bedeutung du ihnen gibst.


Es gibt keine Überzeugung, die du übernehmen musst, um teilnehmen zu können.


7. Muss ich meine Familiengeschichte vor anderen Frauen offenlegen?


Nein. Und das ist mir besonders wichtig.


Bei der Genogrammarbeit können sehr persönliche Themen auftauchen: schwierige Beziehungen, Trennungen, Verluste, Konflikte oder Familiengeheimnisse.


Deshalb bestimmst du selbst, was du von deiner Geschichte zeigen und erzählen möchtest.

Auch beim Austausch in den Zweiergruppen kannst du entscheiden, welche Teile deines Genogramms du besprechen möchtest und welche nicht.


Im großen Kreis ist das Teilen ebenfalls freiwillig.


Wir vereinbaren einen respektvollen und vertraulichen Umgang miteinander. Was andere Frauen über sich erzählen, soll im Kreis bleiben.


Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen, dass bei einem Online-Gruppenangebot absolute Vertraulichkeit durch alle Teilnehmerinnen nicht technisch garantiert werden kann. Deshalb achten wir gemeinsam besonders auf einen geschützten Rahmen.


8. Was ist, wenn meine Familiengeschichte schwierig oder belastend ist?


Nicht jede Familiengeschichte ist von Geborgenheit und liebevollen Erinnerungen geprägt.

Vielleicht gab es Gewalt, Vernachlässigung, Kontaktabbrüche, frühe Todesfälle oder andere schmerzhafte Erfahrungen. Vielleicht hast du zu manchen Familienmitgliedern ein sehr ambivalentes Verhältnis.


Ahnenverbindung bedeutet nicht, dass du deine Vorfahren idealisieren, ihnen vergeben oder dich mit ihnen versöhnen musst.


Es geht auch nicht darum, schwierige Erfahrungen schönzureden.


In der systemischen Arbeit können wir gleichzeitig anerkennen, dass Menschen Teil unserer Geschichte sind, und Grenzen gegenüber dem ziehen, was uns nicht gutgetan hat.

Manchmal geht es darum, Ressourcen zu entdecken. Manchmal darum, Muster besser zu verstehen. Und manchmal auch darum, bewusst zu entscheiden, was wir nicht weitertragen möchten.


Die Übungen können Gefühle auslösen. Du darfst jederzeit eine Pause machen, eine Übung auslassen oder dich zurücknehmen.


Bei akuten psychischen Krisen oder stark belastenden traumatischen Erfahrungen ist ein Gruppenworkshop allerdings nicht der passende Rahmen. In solchen Fällen ist eine individuelle fachliche Begleitung sinnvoller.


9. Funktioniert ein Frauenkreis überhaupt online?


Diese Frage kann ich gut verstehen. Viele Menschen verbinden mit einem Frauenkreis das gemeinsame Sitzen in einem Raum, Kerzen, eine gestaltete Mitte und die unmittelbare Nähe zu anderen Frauen.


Aber auch online können Verbindung, Austausch und eine besondere Atmosphäre entstehen.


Der Vorteil ist, dass du dir deinen eigenen Platz zu Hause gestalten kannst. Vielleicht mit einer Kerze, einer Tasse Tee, einem Foto oder einem Gegenstand, der dich an deine Familie erinnert.


Wir treffen uns gemeinsam über Zoom. Für den Austausch zu zweit nutzen wir sogenannte Breakout-Räume – kleine, separate virtuelle Räume, in denen ihr ungestört miteinander sprechen könnt.


Für die Genogrammarbeit ist das Online-Format sogar praktisch: Du hast deine Unterlagen vor dir, kannst in Ruhe arbeiten und musst dein Genogramm anschließend nicht aus der Hand geben.


Wichtig ist lediglich, dass du dir für diese vier Stunden einen möglichst ungestörten Platz einrichtest, an dem du dich wohlfühlst und offen sprechen kannst.


10. Muss ich mich auf den Workshop vorbereiten?


Ein bisschen Vorbereitung ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.


Du bekommst vorab Informationen von mir, wie du dich auf den Nachmittag vorbereiten kannst.


Wenn möglich, kannst du bereits einige Daten über deine Familie zusammentragen: Namen, Geburts- und Sterbedaten, wichtige Beziehungen, besondere Lebensereignisse oder Herkunftsorte.


Du musst dafür aber keine aufwendige Ahnenforschung betreiben oder Verwandte kontaktieren, wenn du das nicht möchtest.


Auch wenn du mit wenigen Informationen kommst, kannst du mitarbeiten.


Für den Online-Frauenkreis brauchst du außerdem Papier und Stifte für dein Genogramm sowie einen Computer oder ein anderes geeignetes Gerät für Zoom.


Und vielleicht möchtest du eine Kerze oder einen persönlichen Erinnerungsgegenstand bereitlegen.


11. Was nehme ich aus dem Frauenkreis mit?


Zunächst einmal dein eigenes Basisgenogramm, das du später weiter ergänzen kannst.

Vielleicht entdeckst du darin Zusammenhänge, die dir vorher nicht bewusst waren. Vielleicht bekommst du einen neuen Blick auf bestimmte Beziehungen oder erkennst Ressourcen, die in deiner Familie über Generationen weitergegeben wurden.


Du lernst außerdem unterschiedliche Möglichkeiten kennen, wie du Ahnenverbindung in deinem Alltag gestalten kannst – zum Beispiel über Erinnerungen, kleine Rituale oder einen persönlichen Ahnenaltar.


Und vielleicht nimmst du etwas mit, das sich gar nicht so leicht in Worte fassen lässt: ein Gefühl von Zugehörigkeit, eine neue Frage, einen stärkenden inneren Gedanken oder einen anderen Blick auf deine Geschichte.


Es muss nicht immer eine große Erkenntnis sein. Manchmal genügt es, sich bewusst Zeit zu nehmen und der eigenen Geschichte mit etwas mehr Neugier und Freundlichkeit zu begegnen.


Möchtest du dabei sein?


Early Bird: €79 bei Anmeldung bis 1. November 2026 (Rabattcode: EarlyBird)


Mit meinen Wurzeln verbunden
€89.00
28. November 2026, 14:00–18:00 UhrOnline Frauenkreis & Workshop
Jetzt anmelden

Wenn du dich noch intensiver mit deiner Familiengeschichte beschäftigen möchtest, findest du bei Herzsprech auch mein individuelles Genogramm-Angebot. Dort können wir deine familiären Muster, Beziehungen und Ressourcen in deinem persönlichen Tempo genauer betrachten.

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page